Theda und udiet


"Im Herbst 2016 lernten wir Tatjana kennen. Erstmals wurde genau auf unsere Bedürfnisse eingegangen. Tatjana sah sofort unsere "Probleme" in der gemeinsamen Arbeit: Meine Angst vor dem erneuten Runterfallen und Thedas Sorge, nicht richtig verstanden zu werden. Wir fingen ganz von vorne an, mit Hand- und Longenarbeit. So langsam lernten wir uns neu kennen und fassten wieder gegenseitiges Vertrauen. Nach etwa einem guten halben Jahr ging es erstmals wieder in den Sattel. Wir arbeiteten in erster Linie daran, mich beim Reiten zu entspannen. Ich lernte meinen Sitz so zu verändern, dass mein Körper durchlässig wurde, um Theda möglichst wenig in ihrem Bewegungsablauf zu stören. Es war und ist wirklich schwer, loszulassen, ohne wie ein nasser Sack auf dem Pferd zu hängen, vor allem dann, wenn Theda wieder einmal besonders grell ist.  

Je mehr ich es schaffe, meinerseits weich zu bleiben, besonders auch mit der Hand, wird Theda tatsächlich immer  lockerer. Ich lerne, Theda über das richtige Maß von Sitz, Bein und Hand losgelassen und taktrein zu reiten, sodass sie sich frei unter mir entfalten kann. Auch wenn  sie sich hin und wieder erschrickt, ist meine Angst so gut wie weg und wir können, nach einem kurzem Durchatmer  meinerseits, weiterreiten. Zurzeit arbeiten wir an der Vorbereitung zum Galopp. In erster Linie noch vom Boden aus, wobei dies schon sehr gut klappt. Ich bin zuversichtlich: Im nächsten Jahr galoppieren wir! Zum Winterhalbjahr werden wir zusätzlich mit der Freiarbeit beginnen, um unsere Beziehung zu stärken und um Abwechslung in den Alltag einzubauen."

 

Udiet Bertelsmeier