rasty & jasmin

"Geboren ist Rasty 1997, und ich lernte ihn als Schulpferd kennen. Mit sechs Jahren wurde er vom Verein von einem Ferienhof gekauft. Im Verein lief er dann im Reit- und Voltigierunterricht.

Als ich Rasty als Reitbeteiligung bekam, war er 14 Jahre alt. Ich habe anfangs viel Vertrauens- und Beziehungsarbeit mit ihm gemacht, da ihm das sehr gefehlt hatte bei dem ständigen Wechsel der Bezugspersonen. Schon bald kam er mir immer freudig entgegen und kam freiwillig mit mir mit :-) Ich habe ihn an das Gelände gewöhnt, erst zu Fuß, später auch geritten. Da er im Gelände sehr unsicher und nicht einfach war, wurde er nämlich sehr selten von den anderen mitgenommen. Verbunden mit der Reitbeteiligung mussten wir an ein paar Einzel -sowie Mannschaftstunieren teilnehmen, wie auch am Weihnachtsreiten. Auch hat er mich durch mein Reitabzeichen gebracht. Im Sommer 2015 fing er plötzlich an zu lahmen, und die Diagnose war ein Gelenkschaden. Drei Monate wurde mit Spritzen versucht, ihn wieder fit zu machen. Und da ich wusste, was mit "unbrauchbaren" Pferden passiert, habe ich so lange diskutiert, bis sie ihn mir endlich verkauften. Im September 2015 war es endlich soweit, und ich habe ihn auch gleich abgeholt.

Er ist in einen Offenstall umgezogen, durfte hier erst 

einmal seine verdiente Auszeit genießen und wurde noch einmal von meinem Tierarzt gründlich durchgecheckt. Eine Woche nach seinem Umzug war er wieder gänzlich lahmfrei und blieb es auch bis heute. Nach und nach habe ich ganz langsam angefangen, mit ihm spazieren zu gehen, dann mit der Handarbeit und irgendwann durfte wieder langsam mit dem Reiten angefangen werden. Für die Abwechslung kamen Ausritte, Bodenarbeit, Longieren, Spaziergängen, Freiarbeit sowie Stangentraining hinzu.  So sind wir zu einem guten Team geworden :-) 

Im April dieses Jahres bin ich Mama geworden und wollte ab Januar Rasty nicht mehr reiten. Damit er nicht nur Bodenarbeit machen musste, fragte ich Tatjana, ob sie Lust und Zeit hätte, Rasty zweimal die Woche zu reiten. Seither reitet sie ihn regelmäßig mit, und seit zwei Monaten lerne nun auch ich in ihrem Unterricht meinen Körper so einzusetzen, dass ich Rasty in seinen Bewegungen unterstütze und ihn nicht blockiere. Durch diese Art des Reitens sind wir nun sogar schon allein im Gelände unterwegs, was vorher nicht möglich war, ohne dass Rasty sich ständig erschreckt hat. Es ist schwer, den eigenen Körper neu 'umzuprogrammieren' doch langsam aber sicher schaffe ich es immer besser, Rasty biomotorisch zu reiten."

 

Jasmin Knisatschek