Monty & Heidi

"Monty ist ein wunderschönes Irisches Vollblut. Er wurde 2006 geboren und sollte in den ganz großen Sport. Ziel waren die Deutschen Meisterschaften in der Vielseitigkeit. Er schaffte aber "nur" eine L-Platzierung und wurde mir von einem Händler als zu ruhig und mit einem kleinen Befund in der Fesselbeuge angeboten. Beim Vorreiten überschlug sich mein Herz und ich dachte und hoffte: Wenn das Pferd doch alles kann, kann ich als Wiedereinsteigerin davon nur profitieren.

Ich holte ihn 2013 und stellte ihn in einen Offenstall im idyllischen Wald, und meine Baustelle Monty begann. Der Tierarzt hatte einen Dauerauftrag eröffnet. Es brach alles aus diesem Pferd heraus. Zwischenzeitlich sah es so aus, als ob wir ihn nicht mehr aufgebaut bekämen. Monty war zwar mittlerweile im Umgang ein Lamm und der beste Herdenchef der Welt, doch immer noch nicht wieder "reitbar". Nach drei Jahren Versuch und Irrtum, und laut Tierarzt austherapiert, kam Tatjana ins Spiel. Das war im Juli 2016. Sie sollte Monty als Osteopathin

anschauen und behandeln. Er hatte diverse Blockierungen, und sein Gangbild war sehr steif, er lief hauptsächlich auf der Vorhand, ach, und noch tausend andere Sachen. Am Ende war klar, nur behandeln reicht bei Monty nicht. Er sollte wieder lernen, seinen Körper richtig zu bewegen, damit er später einen Reiter (mich) gesunderhaltend tragen kann.

Es begann wieder ein langer Weg: Erst einmal arbeiteten wir nur vom Boden aus. Später kam das Longieren dazu. Zwischendurch wurde er immer wieder behandelt. Auch begann Tatjana, Monty ein wenig zu reiten. Im Winter 2017 gab es einen erneuten Einbruch. Monty wurde erneut engmaschig vom Tierarzt betreut. Tatjana arbeitete Monty weiterhin viel vom Boden, und im Frühjahr 2018 konnte Tatjana wieder mit dem Reiten beginnen. Momentan ist Monty recht stabil. Er wird leider nie das Reitpferd werden, von dem ich damals geträumt habe … und trotzdem - er ist ein tolles Pferd und immer noch der weltbeste Herdenchef!"

 

Heidi Böttcher