Born to be …? Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, wie das Leben eures Pferdes begonnen hat? Wie es gezeugt, geboren und großgeworden ist? Den Beginn eines Pferdelebens in freier Natur haben wir schnell vor Augen – aber wie sieht es unter der „Obhut“ des Menschen aus?

Pferde haben eine Meinung und die sollten wir wahrnehmen und gern auch annehmen. Wenn wir hinhören und sehen, nehmen wir unsere Pferde viel besser wahr. So können wir gemeinsam zu einem Team auf Augenhöhe zusammenwachsen.

Reiten mit Körper und Seele Wenn man es schafft beides miteinander in Einklang zu bringen, wird das Reiten zu einer ganz besonderen Sinneswahrnehmung. Vieles geschieht plötzlich wie von selbst. Dabei haben wir nur unser Inneres aktiviert. Unser Pferd spürt diese Verbindung von Körper und Geist und reagiert auf unsere Wünsche intuitiv, da wir so klarer und besser lesbar sind...

Osteopathie ist für mich als Therapeutin immer eine Reise durch den Körper des Pferdes. Als ein reines Handwerk verstehe ich meine Arbeit nicht. Ich spüre mit den Händen in das Pferd hinein und kann so erfühlen, wo sich Blockierungen finden und wie das Pferd reagiert.

Sprechen wir von Respekt, sehen wir es meist aus unserer Perspektive. Ich möchte heute versuchen eine Brücke zu schlagen zwischen unserer Vorstellung davon, wie der Respekt eines Pferdes uns gegenüber auszusehen hat, und wie es andererseits vom Pferd aus wahrgenommen werden kann. Denn Respekt kann nur richtig verstanden werden, wenn man in der Lage ist, die einzelnen Definitionen zu verstehen.

Wenn du deinen Körper und deinen Geist bewegen kannst, kannst du auch den Körper und den Geist deines Pferdes bewegen.

Ich wünsche mir generell von einigen Pferdemenschen, egal ob Therapeuten, Reiter, Hufschmiede, Tierärzte, dass sie neben ihrer guten Technik den Pferden auch empathisch begegnen.

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigen beispielhaft drei Pferde, die bei gleicher Ausgangslage – das Pferd geht nicht vorwärts – doch ganz unterschiedliche Vorgeschichten hatten und demzufolge ganz differenzierte Herangehensweisen brauchten. Von diesen drei Pferden will ich in den folgenden drei Beiträgen erzählen …

Die meisten Reitweisen bieten abgeschlossene Systeme und Methoden an, die eine gewisse Technik mit sich bringen. Zwar haben alle den Anspruch, besonders pferdeschonend zu arbeiten – aber reicht das aus?

Jedes Pferd und jeder Mensch sind individuell, das müssen wir in unserer Ausbildung stets berücksichtigen. Und spätestens, wenn wir reiten, müssen wir uns auch mit unserem eigenen Körper befassen.

Mehr anzeigen