Dankbar

Durch den frühen Tod meiner Mutter habe ich entschlossen meinen eigenen Weg zu gehen.

Ohne meine Stute Halla wäre ich heute nicht die, die ich jetzt bin. Aufgrund eines traumatischen Erlebnisses vor einigen Jahren, habe ich meinem Leben erneut eine weitere Wendung gegeben.

Als meine Mutter starb war ich sehr jung, ich hatte gerade mein Studium beendet und meinen ersten Job angetreten. Ich ließ den Job sausen und sorgte für meine Mutter bis sie starb. In dieser intensiven Zeit wurde mir klar, ich muss tun was mein Herz mir sagt – mit Pferden arbeiten!

So machte ich mich auf meine ganz persönliche Reise, lernte tolle Menschen und Pferde kennen, die mich in meiner persönlichen Entwicklung unterstützen. Schnell konnte ich meinen Lebensunterhalt durch die Arbeit mit den Pferden und ihren Menschen bestreiten.  

Schon damals wollte ich Physiotherapeutin für Pferde werden. Den Beruf des Pferdeosteopathen gab es noch nicht. Die Rahmenbedingungen für eine solche Ausbildung, waren für mich damals nicht machbar aber ich verlor diesen Wunsch nie aus den Augen. Merkte ich doch wie viele Pferde Hilfe brauchten, sowohl auf physischer als auch auf psychischer Ebene. Viele Jahre später kam meine Stute Halla in mein Leben - schwer traumatisiert. Ich spürte schnell nur mit (ich nenne es mal) „Training“ würde ich diesem Pferd nicht helfen können. So begann ich eine Ausbildung zur Pferdeosteopathin in der Hoffnung meiner Stute Halla besser helfen zu können. Mir selbst ging es in dieser Zeit körperlich sehr schlecht, ich hatte bis dato doch einige Päckchen mit mir getragen. Medizinisch war ich gesund und dennoch hatte ich unglaubliche Schmerzen. Die Ausbildung half mir Zusammenhänge zwischen Körper und Geist zu verstehen, doch es fehlte mir immer noch das Tüpfelchen auf dem I. Meine Reise musste weitergehen, wollte ich doch meiner Stute und anderen Pferden helfen und selbst auch wieder beschwerdefrei leben. Auf diesem Weg traf ich Monika und Roland Pausch vom "BewegungsLernen" machte einige Kurse und merkte, es geht in die richtige Richtung. Ich wollte unbedingt die Ausbildung bei den beiden beginnen und meldete mich an. Doch es kam anders. Es gab ein erneutes traumatisches Erlebnis in meinem Leben, das mich wieder weit zurückwarf. Ich musste die Ausbildung erstmal absagen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich sehr viel mit Thema Trauma beschäftigt. Dies floss auch schon in meine Arbeit als Trainerin ein, doch ich spürte immer wieder die Grenzen an denen ich nicht weiterhelfen konnte. Meine Stute gehörte dazu und natürlich auch ich. Für mich persönlich hatte ich schon so einiges ausprobiert aber nichts half mir wirklich. Dann lernte ich Selina Dörling kennen. Sie behandelte meine Stute und noch ein weiteres Pferd, welches ich schon einige Zeit begleitete. Es gab bei diesem Pferd immer wieder gute und schlechte Phasen und ich kam einfach nicht dahinter, wieso es so war. Mir ging es genauso, wie diesem Pferd. Meine Stute war und ist mein ständiger Spiegel. Sie zeigte ähnliche Symptome wie ich, entwickelte eine Allergie. Selina behandelte die Pferde und ich sah und spürte Veränderung bei beiden Pferden.

Es war für mich klar, sollte Selina eine Ausbildung in dieser Form, wie sie Pferde behandelte anbieten, würde ich mich sofort anmelden. Ein gutes halbes Jahr später war es tatsächlich so weit und ich absolvierte diese wunderbare Ausbildung. Das Besondere an dieser Ausbildung war, ich konnte mich mit mir selbst auseinandersetzen. Es war eine Achterbahn der Gefühle. Jede von uns erlebte auf ihre eigene Art eine Wandlung und tatsächlich auch eine Heilung. Durch diese Ausbildung wurde mir das Geheimnis der Heilung in der Tiefe klar. Ich selbst heilte in dieser Zeit Stück für Stück. Am Ende der Ausbildung war ich tatsächlich fast komplett ohne Schmerzen, ich konnte es immer noch nicht fassen. Ich behandelte in der Mitte dieser Ausbildung meine eigene Stute und am Ende konnte ich gar nicht mehr sagen, wer eigentlich wen in diesem Moment heilte. Es war der innigste Moment, den ich bis dato mit Halla erlebt hatte. Bei mir flossen endlich Tränen über all die Dinge die so schwer auf mir gelastet hatten. Halla wuchs förmlich unter meiner Berührung. Plötzlich ging ein Ruck durch ihren Körper sie richtete sich im Brustkorb auf und atmete unfassbar tief durch. Dach folgte absolute Stille und ich wusste für heute sind wir fertig. Danach änderte sich unsere Beziehung. Mir wurde Bewusst sie ist meine Kraftquelle und zeigt mir meine Stärken und Schwächen auf. Ich begann ihr noch intensiver zuzuhören und ich lernte mich dadurch immer besser kennen. Nun bin ich seit einiger Zeit Visionäre Pferdeosteopathin und habe genau das gefunden wonach ich all die Jahre gesucht hatte. Die Pferde in ihrem Ganzen sehen und sie in der Tiefe Behandeln können.

Hilfreich war sicherlich die Erfahrung von physischem und psychischen Leid im eigenen Körper gespürt und durchlebt zu haben. Es war schmerzhaft und manches Mal eine Qual. Es gab Zeiten der Linderung und der Verschlimmerung. Vielleicht habe ich gerade deswegen niemals aufgehört meinem Anliegen zu folgen, nämlich herauszufinden wo die Ursachen der eigenen Traumata liegen und somit frei zu sein den Pferden helfen zu können. Befreit vom eigenen Leiden mit dem Wissen und der Überzeugung für mich den richtigen Weg gefunden zu haben. Dennoch spüre ich mein Weg ist noch lange nicht zu Ende. Im Gegenteil er hat gerade erst begonnen. Ich bin voller Tatendrang und so offen für Neues, wie schon lange nicht mehr. Das "BewegungsLernen" habe ich nie aus den Augen verloren. Roland hat gerade eine App herausgebracht und ich habe sie mir heruntergeladen und ich merke, jetzt ist mein Körper frei und ich kann den nächsten Weg gehen.