Die Veränderung beginnt in unserem Inneren

Wenn du deinen Körper und deinen Geist richtig bewegen kannst, kannst du auch den Körper und den Geist deines Pferdes bewegen.
Um ein Pferd richtig ausbilden zu können, braucht es einige wichtige Grundvoraussetzungen: 
Du solltest zum Beispiel lernen, deinen Körper möglichst uneingeschränkt zu bewegen. Gelingt dir dies, kannst du auch die Bewegungseinschränkungen deines Pferdes lösen. 
Du siehst schon - der Ball liegt bei dir, wenn du dein Pferd gesunderhaltend bewegen möchtest. Wenn du deine Bewegungseinschränkungen nicht aufdeckst und deine inneren Widerstände nicht spürst, gibst du, ohne es zu wissen, falsche Signale an dein Pferd weiter.
Was du noch brauchst, ist eine gute Beobachtungsgabe in Bezug auf dich und dein Pferd. Das Zusammenspiel deines Körpers und deines Gefühls ist ausschlaggebend für eine gute Verbindung zwischen euch. Stell dir jetzt in diesem Moment vor, es ginge dir nicht gut: Du hast Kopfschmerzen, jemand war heute ungerecht zu dir, du bist müde und willst einfach nur ins Bett. Wie verändern sich bei diesen Gedanken deine Körperhaltung und deine Gefühle?
Im gegenteiligen Szenario geht es dir blendend, du bist gerade von jemandem gelobt worden, überhaupt hat heute alles geklappt. Wie verändern sich bei diesen Gedanken deine Körperhaltung und deine Gefühle?
Du merkst schon, unser Körper beeinflusst unsere Gefühle und Gedanken. Umgekehrt beeinflussen unsere Gefühle und Gedanken unseren Körper.
Und es wirkt sich auf dein Pferd aus, in welcher der beiden beschriebenen Verfassungen du dich gerade befindest. Beim Pferdetraining sind du und dein Pferd auf diese Körpersprache angewiesen, sie ist euer wichtigstes Kommunikationsmittel. 
Wenn du versuchst, dich frei und vor allem selbstbewusst zu bewegen, wirst du merken, dass das passende Gefühl immer häufiger dazukommen wird. Gehe mit positiven Gedanken ins Training, auch wenn du dich erst mal noch etwas unsicher fühlst. Trainiere also nicht nur dein Pferd, sondern auch dich selbst, Schritt für Schritt. Und du wirst merken, mit jedem kleinen Erfolg wird auch dein Selbstvertrauen wachsen und dein Pferd wird dir automatisch immer mehr vertrauen.
Du kennst es bestimmt auch aus deinem Alltag, dass du fürchterlich ernst und angestrengt schaust. Wenn du dann aber bewusst lächelst, verändert sich auch dein Gemütszustand. Das heißt also, je öfter du lächelst, desto mehr bekommst du freundliche Gedanken und dann auch ein positiveres Körpergefühl.
Fazit: Verändere kleine Bewegungen, Gesten, Gedanken - und du wirst positiver auf dein Pferd wirken.